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Honeymoon in der Moon-Sekte

Von Karl-Otto Scholz | Freitag, 16. Oktober 2009

Bild:"Wedding Dreams" von "Sweet Things" auf Flickr.com


Es liegt Erotik, Flirt und Begehren in der Luft, wenn ein Mann und eine Frau, die irgendwie zusammenpassen, sich begegnen. Manchmal geschieht das überraschend: man(n) blickt sich um und sieht sie plötzlich in der Menge der anderen. Die Zeit steht still. Die Sinne lassen sich bezaubern. Verlieben hat was von höherer Welt. Es ist ein exklusives Gefühl. Niemand kann es nachvollziehen außer die beiden Liebenden.

Dementsprechend soll die Trauung später etwas Einmaliges sein. Eine hübsche Kirche, Blumenmädchen, ein sagenhaftes Brautkleid. Bei aller Gleichförmigkeit des Inventars – dennoch soll alles für die Originalität von Braut und Bräutigam sprechen. Das ist wie ein Wohnzimmer. Viele haben IKEA-Möbel, aber alles ist irgendwie anders drapiert. Auch eine Trauung hat einen Wohlfühlaspekt, der durch die Persönlichkeit der Liebenden geprägt ist.

Was lesen wir dieser Tage über die Moon-Sekte aus Korea, die sich seit 1996 “Familienföderation für Weltfrieden und Vereinigung” nennt? – sie habe zehntausend Paare in einer “Blessing”-Feier getraut. Die Bräutigame in schwarzem Anzug, roter Krawatte, weißem Schal – alle! Von Individualität keine Spur. Eher Ausdruck eines totalitären Besitzanspruches über die Hirne und Herzen der Moon-Gläubigen.

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Kategorien: Allgemein

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3 Antworten zu “Honeymoon in der Moon-Sekte”

  1. Honeymoon-Experte sagt:

    Eine Hochzeit und die erste Zeit als Eheleute sollte persönlich und privat sein. Traditionen sollten nicht in dieser Art und Weise von dritten Missbraucht werden

  2. Honeymoon-Experte sagt:

    Eine Hochzeit und die erste Zeit als Eheleute sollte persönlich und privat sein. Traditionen sollten nicht in dieser Art und Weise von dritten Missbraucht werden

  3. Karl-Otto Scholz sagt:

    Hallo Honeymoon-Experte

    Recht hast du. Die Liebe ist ein zu kostbares Gut, als dass man sie einem “Sozialexperiment” wie einer sektiererischen Religionsgemeinschaft unterwerfen sollte. Die Öffentlichkeit hat zwar ein Interesse daran zu erfahren, wer den nun mit wem zusammen ist (um Konflikte zu evrmeiden), aber die Öffentlichkeit kann nicht ein Interesse an einer Massenhochzeit haben, wo der Einzelne oder die Einzelne untergehen.

    Herzl. Gruß, Karlo Scholz

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