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Die Kirche ist nun weiblich, gescheit und eloquent
Von Karl-Otto Scholz | Montag, 2. November 2009
Der VW-Konzern hat uns mit einer der aussagestärksten Werbekampagnen aller Zeiten konfrontiert. Dass niemand vorher darauf gekommen ist. VW nannte seinen Golf einfach nur “Das Auto.” Angeblich war damit schon alles gesagt. Wenn einer also Auto denkt, dann denkt er an den Golf. Woran denken wir, wenn wir Kirche denken? Bis vor kurzem hätten die meisten Menschen in Deutschland gesagt “Der Papst.” Das war für uns Protestanten schmerzlich. Wie nun – werden wir in der Öffentlichkeit gar nicht mehr wahrgenommen? Beherrscht der Papst, beherrscht die katholische Kirche (wir geben ja zu, sie ist die Größte) wirklich so sehr das Bewusstsein der Leute, sagen wir mal genauso wie Kleenex-Tücher, Accu-Pads, Uhu Klebstoff und die Aspirin am Morgen danach?
Nun – nach der Wahl der Bischöfin Käßmann aus Hannover, dieser kleinen, flinken, blitzgescheiten “Überfliegerin” der Lutheraner – dreht sich der Wind im Gazettenwald. Sie ist schon lange ein gern gesehener Gast in den Talkshows, ja sie lässt neuerdings selber Fernsehen machen frei nach dem Motto: die Nachrichten – die machen wir selbst. Doch nun hat sie Starqualitäten, wird immer umlagert von einer Meute Presseleute. Daran muss sich die protestantische Kirche erst mal gewöhnen. Aber: nun assoziiert die Öffentlichkeit beim Wort Kirche nicht mehr “den Papst” sondern die evangelische Kirche, vertreten durch Margot Käßmann. Na – wenn das nichts ist.
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Kategorien: Allgemein


Dienstag, 3. November 2009 um 13:37 Uhr
Habe deinen Blog sehr genossen. Die Bilder sind einfach traumhaft und die Artikel absolut lesenswert. Mach einfach weiter so!
Mittwoch, 4. November 2009 um 01:00 Uhr
Die Themen liegen sozusagen “auf der Straße”.
Da “muss” man ja etwas schreiben.
Gruß zurück, Karlo