Archiv für Februar, 2009
Der Mensch – die Freiheit ist eingebaut
Samstag, 28. Februar 2009Ferngesteuerte Zukunft
Das ist die Vision für die Zukunft des Autos: wie von Geisterhand gesteuert findet das Auto selbstständig und in dauernder Kommunikation mit anderen seinen Weg ins vorher festgesetzte Ziel. Keine Auffahrunfälle mehr – der Fahrer wird vor Gefährdung gewarnt und beschützt – jedes Auto wird über Satellit geortet und gelenkt – der Verkehr fließt ruhig und stetig. Ja im Grunde braucht man weder Warnschilder noch Hinweise – alles geschieht mit künstlicher Intelligenz. Brauchen wir noch einen Führerschein? Ich weiß es nicht.
Die großen Autofirmen lästern gegen diese Vision. Sie sagen: wir wollen dem Fahrer die Freiheit des Fahrens lassen. Trotzdem zwingt der Konkurrenzkampf zum Einbau immer neuer Fahrhilfen. ABS und ESP entmündigen den Fahrer, wenn man es genau nimmt. Aber es ist ja zu seinem Guten. Unbestritten: die Unfallzahlen im Straßenverkehr würden sinken, auch die Zahl der Verletzten und Toten. Die Entmündigung des Fahrers hätte schon segensreiche Folgen. Dennoch zucken wir wohl innerlich bei dieser Vision der Zukunft zurück – denn Stück für Stück kommt uns in der Welt von morgen die Freiheit abhanden. Technik und künstliche Intelligenz übernehmen die Kontrolle. [Weiterlesen...]
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Oase von Joghurt und Körnerbrei
Mittwoch, 25. Februar 2009Ich wühle mich durch die vielen Zettel an meinem Kühlschrank, er ist ja auch Erinnerungshilfe und Kommunikationsplaner. Dann greife ich entschlossen an die Tür und öffne. Das Licht geht an. Mein Blick wandert über die Milchtüte und die Ketchupflasche, hakt sich ein in die Box mit dem herrlichen Comte-Käse. Wehmut überkommt mich. Meine Fettzellen trauern und stimmen einen Klagegesang an:”Muss das wirklich sein?” Mein Kopf donnert ihnen ein entschiedenes „Ja, es muss sein” entgegen. [Weiterlesen...]
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Kinderheime waren Orte der Demütigung
Montag, 23. Februar 2009Rigides und autoritäres Kinderheimsystem in den 60er Jahren
Im deutschen Bundestag ist im Dezember die Einberufung eines Runden Tisches zur Aufarbeitung des in den 50er und 60er Jahren an damaligen Heimkindern begangenen Unrechts beschlossen worden. Es war klar, dass da ein Gerechtigkeitsproblem war, für das es bislang keine sühnende oder entschädigende Handhabe gab.
Unter Antje Vollmers Vorsitz begann dieser Ausschuss des Bundestages zu tagen und beschäftigte sich mit Formen von moderner Sklaverei, die man so in Deutschland, also einem zivilisierten Gemeinwesen, nicht erwartet hatte.
Heimkinder wurden unterdrückt, elementare Menschenrechte galten für sie nicht. Abgesperrte Zimmer, keinerlei Zugang zu Informationen, Demütigung und Missbrauch – die Kette der Vorwürfe ehemaliger Heimzöglinge ist lang. Es sei damals in der Folge zu Depressionen ja sogar zu Selbstmordversuchen gekommen. [Weiterlesen...]
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Weil ja Rosenmontag ist …
Montag, 23. Februar 2009… hier also ein kleines Fundstück aus dem real existierenden Witz in der Kirche (Quelle:Hilpoltsteiner Zeitung)
Auf die insistierende Frage einer (natürlich evangelischen!) Pfarrerin, ob man die Geschichte vom Sündenfall noch glauben könne, bemerkte ein älterer Herr: «Ich bin katholisch: Ich glaube alles!«
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Babyboomer auf dem Kirchentag
Sonntag, 22. Februar 2009Wider gängige Irrtümer
Als im Jahre 1949 in Hannover eine “Evangelische Woche” auf Anregen von Reinold von Thadden-Trieglaff veranstaltet wurde, da konnte niemand ahnen, dass sich dieses Treffen engagierter evangelischer Christen einmal zum Deutschen Evangelischen Kirchentag entwickeln sollte, zum größten Protestantentreffen auf deutschem Boden. Ganz in der Tradition der Bekennenden Kirche stehend, galt es die Einheit von Frömmigkeitsleben, theologischer Denkbemühung und modernen Lebensthemen zu wahren.
Seitdem öffnen alle zwei Jahre große deutsche Städte ihre Tore für Jung und Alt. Nicht nur Evangelische treffen sich, sondern auch ökumenisch gesinnte Menschen anderer Konfessionen und Kirchen. Dieser Tage finden sich auf der Homepage des Kirchentages www.kirchentag.de apologetisch gefärbte Sätze, die sich gegen eine Engführung der Kirchentagsidee und gegen gängige Vorurteile wenden. So wird zum Beispiel die Unabhängigkeit der Organisation, der Gremien und des Programms von der EKD und den evangelischen Landeskirchen betont. Das macht hellhörig, denn schon am Eröffnungstag kann man auf allen Bühnen und in allen Kirchen hohe Würdenträger an leitender Stelle predigend und segnend erleben. Gab es in letzter Zeit zuviel Einflussnahme? Muss den Anfängen gewehrt werden, oder will man einfach den Eindruck vermeiden, Anhängsel von “Großkirche” (das Wort ist ja schon verdächtig an sich) zu sein? Auf dem Spiel steht immerhin die Freiheit des Denkens und Debattierens, welche ja eine der attraktivsten Momente des Kirchentages darstellt und auf die protestantische Kernbotschaft, die Freiheit des persönlichen Glaubens und Gewissens vor Gott und der Heiligen Schrift verweist. [Weiterlesen...]
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