Archiv für März, 2009

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Die Welt wird uns zu klein

Montag, 30. März 2009

Bild: "This vale of tears" von "e3000" auf Flickr.com

Ein bekanntes Lied im Evangelischen Gesangbuch ist “Kommt, Kinder, lasst uns gehen” von Gerhard Tersteegen. Er lebte von 1697 bis 1769 am Niederrhein, war erst Kaufmann, später Bandwirker und zog sich in die Abgeschiedenheit zurück. Er wollte in der Anschauung Gottes leben, also Gott ein- und ausatmen, in immerwährendem Gebet ihm dienen. Er hatte einen rigorosen Lebensstil, den wir so heute nicht mehr nachvollziehen. Bleibend aber sind seine vielen schönen Lieder. Davon ist dieses Pilgerlied eines der schönsten.

Er nennt darin seine Mitchristen, denen er dies Lied gewidmet hat, seine Kinder. Das bezieht sich auf das Wort Jesu: “Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr das Gottesreich nicht erlangen.” Leben heißt für Gerhard Tersteegen Gotteskindschaft und eben Pilgerweg. Der Abend kommt herbei: also der Tod kommt. Aber, fürchtet euch nicht: das Ende ist gut! Der, der alle ruft – heimruft sozusagen – ist der väterliche Gott, der  einlädt zum unbedingten Vertrauen in seine Wege. Das Ziel der Pilgerschaft ist das himmlische Jerusalem: Leben ist eine Wallfahrt zum Gottesberg, zum Zion, zum heiligsten Tempel Gottes. [Weiterlesen...]

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Pius-Debatte: Stimmen für ökumenischen Kurs mehren sich

Donnerstag, 26. März 2009

Bild: " Paderborn Cathedral #1" von "palestrina55" auf Flickr.com

Im katholischen Klerus Deutschlands mehren sich die Stimmen, die eine weitere ökumenischen Öffnung der römisch-katholischen Kirche befürworten.

Paderborns Erzbischofs Hans-Josef Becker sagte auf einer Fachtagung in Paderborn: In der “sehr kontroversen und in vielerlei Hinsicht schmerzlichen Debatte” um die Pius-Bruderschaft sei deutlicher denn je geworden: Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil stehe und falle die ökumenische Öffnung der katholischen Kirche. Das Erbe des Konzils verpflichte auch weiterhin.

Die evangelische Kirche wird dieses Wort sehr begrüßen. Nach einem langen Prozess der Selbstvergewisserung scheinen sich in der großen römischen Geschwisterkirche die Vertreter eines moderaten und langfristig zielorientierten Dialogs durchzusetzen.

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Schwarze Hebräer – endlich im Land der Sehnsucht anerkannt

Mittwoch, 25. März 2009

Bild: "View from Gilo Neighborhood - Jerusalem Israel toward Bethlehem and Beit Jala" von "david55king" auf Flickr.com

Integration ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Integration gelingt, wenn Menschen aufeinander zu gehen. Am Anfang überwiegt bei der einen Seite die Sehnsucht nach Heimat, bei der anderen die Skepsis, ob die kulturellen Unterschiede nicht doch zu groß sind. Eine oder zwei Generationen später, wenn die Kinder der Einwanderer ganz selbstverständlich das Land als ihr Mutter- der Vaterland betrachten, entscheidet sich, ob die Integration gelungen ist. Ein Beispiel für Integration wird gerade aus Israel gemeldet. Da passierte eine Einwanderung, weil die Gruppe der Einwanderer ganz fest daran glaubte, das Land der Bibel sei das Land ihrer Vorväter. Dementsprechend groß war die Sehnsucht, gerade in diesem Land zu leben. Israelis können das nachempfinden, sehr sogar.

Nun ist diese Sehnsucht gestillt worden. Der erste der so genannten „Schwarzen Hebräer” hat die Staatsbürgerschaft Israels erhalten. 1969 ist er aus Amerika eingewandert – der Afroamerikaner Elyahkeem Ben Yehuda – und mit ihm 3000 Glaubensbrüder. Sie wollten in dem Land ihrer Sehnsucht leben, mehr noch, sie wollten als ganz normale Juden leben. Jüdisch sein – das war ihnen eine Ehre, berufen sie sich dabei doch auf den Stammvater Juda.

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Kein Halleluja für den Eiszeitjäger

Dienstag, 24. März 2009

Bild: "Ribeye Friday-Take 483" von "Another Pint please ..." auf Flickr.com

Also, um das mal gleich am Anfang zu sagen: ich liebe Steaks, schön medium. Und drumherum muss es einen schönen Salat geben, vielleicht auch ein paar Pommes und hinterher eine Kugel Zimteis. Kann mir jemand folgen? Naja – ich gebe zu, das ist schon ein besonderer Geschmack, vielleicht ein wenig männerlastig.

Ich habe mal gelesen, Männer bräuchten Steaks, je blutiger desto besser. Das hänge irgendwie mit dem Adrenalin zusammen und dem Testosteron, und weil wir mal Eiszeitjäger waren, die zuhause die halben Mammuts abliefern mussten. Angeblich haben ja die Eiszeitjägerfrauen am Höhleneingang die Kinder gehütet und Kräutertee gekocht. Kann aber auch sein, dass das nur eine Legende ist. [Weiterlesen...]

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haiku 08

Freitag, 20. März 2009

Bild: "Tea in the Mirror" von Adam Blicharski auf Flickr.com

hinter dem spiegel

ruhen meine augen

im winterland

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