Archiv für Juli, 2009

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Das teuerste Abendmahl aller Zeiten

Dienstag, 21. Juli 2009

Bild:"Neil A. Armstrong - Astronaut Edwin Eugene 'Buzz' Aldrin, Jr. on Moon (1969)" von "luvi" auf Flickr.com

Von berühmten Gestalten der Weltgeschichte sind meist auch berühmte Worte übeliefert (besonders auch Worte auf dem Sterbebett). Ebenso ist es mit den ersten Entdeckern vor irgendwas. Man vergisst leicht dabei, dass es hinter den “ersten” Entdeckern auch die in der zweiten Reihe gibt. Von denen wird meistens nichts überliefert, bestenfalls geht man larmoyant auf ihre Rolle als Zuspätgekommene ein (zum Beispiel  Scott, der sich als Zweiter beim Wettrennen zum Südpol selbst in Depression verlor und auch sein Leben).

Buzz Aldrin ist – wenn man so will – der berühmteste “Zweite” des Jahrhunderts geworden. Er betrat den Mond erst nach Armstrong. Immerhin wird er immer miterwähnt, und jetzt weiß man auch, was er gesprochen hat damals: “Jeder Mensch auf dem Erdenrund möge einen Moment innehalten und über die Ereignisse der letzten Stunden nachdenken.” Er hatte eigentlich etwas anderes sagen wollen bzw. die Nasa hatte ihn etwas anderes sagen lassen wollen: Zitate aus der „Genesis“. Aber eine streitbare Atheistin war in den USA gegen jede religiöse Aktivität im All vor Gericht gezogen. [Weiterlesen...]

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Eine Bitte um Toleranz – es ist womöglich Platz für noch eine Religion

Dienstag, 21. Juli 2009

Bild:"Toleranz ist Gut" von "elmada" auf Flickr.com

Es gibt womöglich Menschen, die sich die Frage nach Gott noch nie gestellt haben.

Es gibt womöglich Menschen, die halten die Idee “Gott” für ein Hirngespinst.

Es gibt womöglich Menschen, die meinen, die Beschäftigung mit dem eigenen Seelenleben sei Zeitverschwendung.

Es gibt womöglich Menschen, die andere Menschen über die wahre Wirklichkeit “aufklären” möchten.

Es gbt womöglich Menschen, die entdecken den Gedanken “Aufklärung” gerade eben für sich ganz neu.

Es gibt womöglich Menschen, die eine Ethik ohne Gott für besser erachten.

Es gibt womöglich Menschen, die eine Kampagne gegen die Religionen gerade jetzt für den einzigen Weg aus der globalen Krise um Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Welt halten.

Und wenn schon – wir anderen – seien wir tolerant.
Wir haben schon so viele Religionen, warum nicht eine mehr?

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Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer – eine Belastung für das deutsch-israelische Verhältnis?

Montag, 20. Juli 2009

Die in Tübingen lebende jüdische Rechtsanwältin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises Felicia Langer erhielt am 17. Juli aus den Händen von Staatssekretär Hubert Wicker das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Wicker betonte, Frau Langer habe sich „für die Wahrung der Menschenrechte“ eingesetzt. Beharrlich verfolge sie dabei ihr Ziel, “eine Brücke zwischen Israelis und Palästinensern zu bauen”.

Ob ihr das gelingen könne, ja ob sie denn die Ehrung der Bundesrepublik Deutschland überhaupt verdient habe, ist zumindest umstritten. Heftigste Kritik an der Verleihung des Verdienstordens übte Ralph Giordano. Niemand habe in den letzten 25 Jahren mit einer an Blindheit grenzenden Einseitigkeit Israel mehr geschadet als sie. Sie sei “schrillste Anti-Israel-Fanfare in Deutschland”.Sie betreibe eine “notorischen Täuschung ihres Publikums über Totalität und Kausalität des Nahostkonflikts”. [Weiterlesen...]

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Lepra – eine vergessene Krankheit

Montag, 20. Juli 2009

Bild:"200502_0931" von "Raaf" auf Flickr.com

Kalenderblatt 20. Juli: 1899 – Leprosenheim in Memel  eingerichtet.

In Deutschland galt der Aussatz seit 1712 als erloschen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde er allerdings aus Litauen wieder nach Ostpreußen eingeschleppt. Das Reichs-Seuchengesetz von 1900 und die Anweisungen des Deutschen Bundesrates zur Bekämpfung des Aussatzes 1904 schufen organisatorische Voraussetzungen für die Eingrenzung der Seuche. Ein spezielles Leprakrankenheim wurde bei Memel 1899 eingerichtet, also dort, wo Krankheitsfälle aufgetreten waren. Eine wirksame sichere Therapie fehlte aber. Wegen der Entstellung und Verstümmelung der Kranken durch die Seuche war ihre wirksame Eingrenzung von allgemeinem Interesse. Sie war aber damals nur möglich durch Isolierung der Betroffenen. 1907 wurde mit Antileprol das erste industrielle Lepratherapeuticum eingeführt. Ob es geholfen hat, wurde in späteren Studien bestritten.

Lepra heute … ist behandelbar, doch nicht weltweit auszurotten. Wegen der Mobilität breiter Bevölkerungsschichten muss man auch in Mitteleuropa immer wieder mit sporadischen Neuerkrankungen rechnen.

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Eine Kirche mit offenen Armen

Montag, 20. Juli 2009

Blid:"Manos" von "Fortimbras" auf Flickr.com

Eine offene Kirche in einer fremden Stadt – das Portal steht mir weit offen – ich wage einen ersten neugierigen Blick. Drinnen warten Stille und Dämmerlicht. Ernste Skulpturen blicken mich an. Ich fühle mich an meine Kindheit erinnert: damals stromerten wir in Wald und Flur herum, suchten nach vorborgenen Schätzen, bauten Nester im Gebüsch oder erkundeten alte Bunker. Entdeckerlust – aber da ist auch etwas anders: eine offene Kirche hat etwas von einer guten Mutter, die den spielenden Kindern im Garten mit einem Lächeln Butterbrote und Limonade reicht. Eine offene Kirche wirbt für sich und präsentiert sich dem Zweifler oder dem Gebeugten als Trösterin. Sie umfängt den Armen und Heimatlosen. Sie sagt:”So bin ich! In mir wohnt die Liebe Gottes. Hier kannst du sie spüren.”

In Sao Paulo, der brasilianischen Mega-Metropole, wo Tag für Tag Tausende mit Zug oder Auto stranden und Obdach suchen, Arbeit und ein geachtetes Leben – in Sao Paulo ist jetzt eine Kirche rund um die Uhr geöffnet worden. Die katholische “Nossa Senhora da Boa Morte” (“Unsere Frau vom schönen Tod”) dient – entgegen den ersten Mutmaßungen über ihren Namen – dem Leben. Sie soll für Obdachlose, Drogenabhängige und sonstige Menschen in Not täglich und rund um die Uhr offen sein. Eine Kirche mit offenen Armen – zur Nachahmung auch in deutschen Städten empfohlen.

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