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	<description>Weblog über Theologie und Kirche, Politik und Zeitgeschehen</description>
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		<title>Vers&#246;hnung mit den Wiedert&#228;ufern</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 13:09:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mennoniten]]></category>
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		<description><![CDATA[In einer deutschen  Gro&#223;kirche ist es normal, Kinder im Alter von drei bis sechs Monaten nach der Geburt zu taufen. Nicht alle Christen haben diese Taufpraxis, beispielsweise die Baptisten, eine Freikirche, die sich durch ethischen Rigorismus, den freiwilligen Zehnten und die Erwachsenentaufe auszeichnet. Davon zu unterscheiden sind die so genannten &#8220;Wiedert&#228;ufer&#8221;, eine christliche Bewegung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://flickr.com/photos/32302858@N08/4328990402" title="- baptism -" class="liimagelink"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2777/4328990402_6e4897d743.jpg" alt="" width="400" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: &quot;- baptism -&quot; von &quot;ChrisK4u&quot; auf Flickr.com</p></div>
<p><a href="http://flickr.com/photos/32302858@N08/4328990402" title="- baptism -" class="liexternal"></a>In einer deutschen  Gro&#223;kirche ist es normal, Kinder im Alter von drei bis sechs Monaten nach der Geburt zu taufen. Nicht alle Christen haben diese Taufpraxis, beispielsweise die Baptisten, eine Freikirche, die sich durch ethischen Rigorismus, den freiwilligen Zehnten und die Erwachsenentaufe auszeichnet. Davon zu unterscheiden sind die so genannten &#8220;Wiedert&#228;ufer&#8221;, eine christliche Bewegung der Reformationszeit, welche sich durch anf&#228;ngliche Weltabgeschiedenheit und eine strikte Trennung von Staat und Kirche von den anderen reformatorischen Bewegungen abgrenzte.</p>
<p>Die Bezeichnung „Wiedert&#228;ufer“ entstand aus der Ablehnung der S&#228;uglingstaufe und der daf&#252;r praktizierten „Wiedertaufe“ von Erwachsenen; die Bewegung selbst lehnte die Bezeichnung „Wiedert&#228;ufer“ aber ab und nannte sich „Gemeinde Gottes“ oder auch „Br&#252;der in Christo“; sie sind von den reformatorischen T&#228;ufern und den Baptisten zu unterscheiden. Der Begriff &#8220;Wiedert&#228;ufer&#8221; war also historisch gesehen ein Kampfbegriff, um diese Sondergemeinschaft auszugrenzen und zu verunglimpfen. Das war zu verstehen, kam es doch in den 1530er Jahren in M&#252;nster (Westfalen), dem &#8221; Neuen Jerusalem&#8221; der Anabaptisten zu totalit&#228;ren Exzessen, die seinerzeit f&#252;r Aufsehen und b&#252;rgerkriegs&#228;hnliche K&#228;mpfe  sorgten. Genau betrachtet aber waren die Wiedert&#228;ufer die ersten Vork&#228;mpfer der pers&#246;nlichen Religionsfreiheit, z. T. sogar revolution&#228;r-kommunistisch gesinnt. Sie zerfielen in zwei Gruppen: die Schwertler, die das Reich Gottes mit Gewalt durchzusetzen versuchten (M&#252;ntzer, Wiedert&#228;ufer in M&#252;nster) sowie die St&#228;bler, die mit dem „Wanderstab“, d. h. auf friedliche Weise, ihre Gedanken vertraten.</p>
<p>Nun kam es 480 Jahre sp&#228;ter, in Stuttgart auf dem Kongress des Lutherischen Weltbundes,  zur Ann&#228;herung der Lutheraner auf der einen und den Mennoniten auf der anderen Seite, ja sogar zu einer Vers&#246;hnung. Eine internationale Studienkommission hatte zwischen 2005 und 2008 die wenig segensreiche Geschichte des Verh&#228;ltnisses zwischen beiden aufgearbeitet. Auf den Ergebnissen konnte man aufbauen &#8211; so best&#228;tigte der Rat des Lutherischen Weltbundes im Oktober 2009 einstimmig die Bitte um Vergebung. Das schloss nicht immer noch bestehende theologische Unterschiede aus. Aber es machte den Weg frei f&#252;r einen Bu&#223;gottesdienst und ein einstimmig gefasstes Schuldbekenntnis der Vollversammlung des LWB gegen&#252;ber den Anabaptisten (Wiedert&#228;ufer).</p>
<p>„Im Vertrauen auf Gott, der in Jesus Christus die Welt mit sich vers&#246;hnte, bitten wir deshalb Gott und unsere mennonitischen Schwestern und Br&#252;der um Vergebung f&#252;r das Leiden, das unsere Vorfahren im 16. Jahrhundert den T&#228;ufern zugef&#252;gt haben, f&#252;r das Vergessen oder Ignorieren dieser Verfolgung in den folgenden Jahrhunderten und f&#252;r alle unzutreffenden, irref&#252;hrenden und verletzenden Darstellungen der T&#228;ufer und Mennoniten, die lutherische AutorenInnen bis heute in wissenschaftlicher oder nichtwissenschaftlicher Form verbreitet haben.“ Ein gewaltiger Schritt der Einsicht und Reue, der nun ein Einlenken auf der anderen Seite m&#246;glich machte. F&#252;r die Mennonitische Weltkonferenz nahm Pr&#228;sident Danisa Ndlovu (Simbabwe) das Schuldeingest&#228;ndnis des LWB an.</p>
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		<title>segnung</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 22:49:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik und Haiku]]></category>
		<category><![CDATA[Abendmahl]]></category>
		<category><![CDATA[Brot und Wein]]></category>
		<category><![CDATA[Segen]]></category>

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		<description><![CDATA[den tisch eindecken brot an trauben warten auf ein rufen hoffen unten in  der stra&#223;e hinaus schauen ins weite wo die augen sich verlieren du kommst nicht und bist doch da ein lichtstrahl f&#228;llt auf meine hand er l&#246;st sich auf in gl&#252;ck]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 242px"><a href="http://flickr.com/photos/13149473@N04/3593191362" title="St Pierre le Jeune prostestant / Strasbourg" class="liimagelink"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2427/3593191362_e37d94039e.jpg" alt="" width="232" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: &quot;St Pierre le Jeune prostestant / Strasbourg&quot; von &quot;pierrepaul43&quot; auf Flickr.com</p></div>
<p>den tisch eindecken<br />
brot an trauben<br />
warten auf<br />
ein rufen hoffen<br />
unten in  der stra&#223;e<br />
hinaus schauen<br />
ins weite wo<br />
die augen sich verlieren</p>
<p>du kommst nicht<br />
und bist doch da<br />
ein lichtstrahl f&#228;llt<br />
auf meine hand<br />
er l&#246;st sich auf<br />
in gl&#252;ck</p>
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		<title>Trag&#246;die oder Freiheit &#8211; das ist hier die Frage</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 10:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erlösung]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wo Gott und Mensch zusammensto&#223;en, entsteht Trag&#246;die.&#8221; Das ist das Motto der diesj&#228;hrigen Salzburger Festspiele.An 37 Tagen und 11 verschiedenen Spielst&#228;tten gibt es 191 Auff&#252;hrungen  in Oper, Theater und Konzert. Man erwartet in der Mozartstadt etwa 220.000 G&#228;ste &#8211; ein gewaltiges Image-Projekt f&#252;r eine mittelgro&#223;e Stadt. Nun also stehen die G&#246;tter im Mittelpunkt der Diskussion. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://flickr.com/photos/36567804@N00/246578845" class="liimagelink"><img src="http://farm1.static.flickr.com/92/246578845_134ce5b5c1.jpg" alt="" width="268" height="400" /></a></h2>
<h2><span style="color: #333399;"><span style="color: #000080;">&#8220;Wo Gott und Mensch zusammensto&#223;en, entsteht</span> <span style="color: #000080;">Trag&#246;die</span><span style="color: #000080;">.&#8221; </span></span></h2>
<p>Das ist das Motto der diesj&#228;hrigen Salzburger Festspiele.An 37 Tagen und 11 verschiedenen Spielst&#228;tten gibt es 191 Auff&#252;hrungen  in Oper, Theater und Konzert. Man erwartet in der Mozartstadt etwa 220.000 G&#228;ste &#8211; ein gewaltiges Image-Projekt f&#252;r eine mittelgro&#223;e Stadt. Nun also stehen die G&#246;tter im Mittelpunkt der Diskussion. Das Motto hat schon f&#252;r Diskussionsstoff gesorgt. Der katholische Erzbischof in Salzburg Alois Kothgasser hat bereits seine gravierenden Vorbehalte angemeldet. Aus christlicher Sicht sei einer Gleichsetzung von Religion und Gewalt entschieden zu widersprechen. „Der christliche Gott ist ein Gott mit uns, nicht gegen uns“, stellte <a href="http://www.salzburg.com/online/thema/thema+festspiele/Kritik-am-Festspiel-Motto.html?article=eGMmOI8Vf8VW9NV6F6FNexVeIh5jNKPJkrlX5E7&amp;img=&amp;text=&amp;mode=&amp;" class="liexternal">Kothgasser </a>fest. Auch die &#214;ffentlichkeit ist gespalten. Aber &#8211; was gibt es besseres f&#252;r ein Festspieljahr als ein kontrovers diskutiertes Motto? Das erzeugt Rauschen im Bl&#228;tterwald. Und selbst die Kirche ist dadurch in einer produktiven Diskussion.</p>
<p>Nun ist es unzweifelbar, dass die griechische Sagenwelt voll ist mit Blut, Leid und Tr&#228;nen. Gerade die homerische Trag&#246;die um Agamemnon, Paris und die sch&#246;ne Helena, deren Dreiecksbeziehung in einen wahrhaft weltenzerst&#246;renden Krieg um Troja m&#252;ndet, stellt das Einmischen himmlischer (oder besser: olympischer) M&#228;chte heraus. Griechische G&#246;tter gie&#223;en &#214;l ins Feuer, sorgen sich nicht um Vers&#246;hnung, wollen Unterwerfung, sind raches&#252;chtig und selbstverliebt. Menschen leiden ihr (fast schon vorbestimmtes Schicksal), k&#246;nnen nicht heraus aus der ihnen zugedachten Rolle, werden Helden gerade erst im Untergang. Keiner, der ungeschoren davonk&#228;me, selbst Odysseus nicht.<span id="more-1701"></span></p>
<p>Wo Gott und Mensch zusammensto&#223;en, entsteht Trag&#246;die. Trag&#246;dien sind klassische Theaterliteratur, haben schon immer Stoff f&#252;r Opern geliefert, finden sich wieder auf Seite Eins bis Drei in den Zeitungen &#8211; bis heute. Im Scheitern gewinnt der Mensch Gr&#246;&#223;e, das ist Trag&#246;die. In manchen R&#252;cktrittsgeschichten diesen Jahres lag Trag&#246;dientrauerflor &#252;ber den Protagonisten.</p>
<p><a href="http://www.salzburg.com/online/thema/thema+festspiele/Es-ist-Gott-der-die-Gebote-vorgibt.html?article=eGMmOI8V567fhJlVihVRuItWfZ5X95nwwElzRT3&amp;img=&amp;text=&amp;mode=" class="liexternal">Michael K&#246;hlmeier</a> hat f&#252;r das Programmbuch der Salzburger Festspiele jenen Aufsatz verfasst, dem das Salzburger Festspielmotto 2010 entnommen ist. Er studierte Politikwissenschaft, Germanistik, Mathematik und Philosophie, schreibt St&#252;cke, H&#246;rspiele, Musik, Erz&#228;hlungen, Romane und wurde mit seinen Nacherz&#228;hlungen antiker Sagen und biblischer Geschichten bekannt.  Er meint in einem Interview: &#8220;Der Christ sagt: Jesus ist Gott und Mensch in einer Person. Der antike Antagonismus Gott–Mensch wird in eine Person verlegt. In Jesus von Nazareth treffen Mensch und Gott aufeinander. Und wenn dessen Geschichte nicht tragisch ausgegangen ist, dann wei&#223; ich nicht!&#8221;</p>
<p>Das aber ist tats&#228;chlich die Frage: leidet in der christlichen Tradition der Bibel (besonders im Neuen Testament Jesus, im Alten der &#8220;Leidende Gottesknecht&#8221;) der Mensch an Gott, oder ist es nicht vielmehr Gott oder eben sein Vertreter, der an den irdischen Verh&#228;ltnissen leidet? Es ist doch der vom g&#246;ttlichen geist ergriffene, neugeborene und erh&#246;hte Mensch Jesus, der von der irdischen Nomenklatura (Pontius Pilatus) gez&#252;chtigt und gekreuzigt wird. Es scheint eher eine bittere Rachegeschichte zu sein. Die &#8220;Tantalusqualen&#8221; werden der Gottheit bitter heimgezahlt.</p>
<p>K&#246;hlmeier weiter: &#8220;F&#252;r den Menschen ist ein Zusammentreffen mit einem antiken Gott selten gut ausgegangen.&#8221; &#8211; Replik dazu: F&#252;r Jesus geht das Zusammentreffen des sanftm&#252;tigen Propheten mit der r&#246;mischen Obrigkeit nicht gut aus. Die Zeit der G&#246;tter scheint vorbei, die Zeit der Menschen ist gekommen. Diese olympischen &#8220;G&#246;tter&#8221; haben tats&#228;chlich ausgedient; f&#252;r sie ist kein Platz mehr in einem multipolaren Kosmos. Der Olymp ist einfach nur ein Berg,  der Mythos zerst&#246;rt. Der Gott j&#252;disch-christlicher Tradition wohnte noch nie irgendwo, hat eben keinen Platz, wo er sein Haupt hinlegen k&#246;nnte, ist aber dementsprechend auch frei mitzugehen mit dem, der ihn braucht. Aus autochthonen G&#246;ttern wurde ein empathischer Gott.  es bleibt die Frage, ob das Festspielprogramm in Salzburg diese Wandlung ad&#228;quat zur Sprache bringen kann oder in alten Klischees klam&#252;sert.</p>
<p>Eher philosophisch denn religionshistorisch besch&#228;ftigt sich K&#246;hlmeier mit der Moral und den G&#246;ttern, definiert seinen eigenen Begriff von Freiheit: &#8220;Der Begriff Freiheit verliert, wenn Mensch und Gott darin aufeinander sto&#223;en, seinen Sinn.Freiheit setzt Gleichheit voraus. Wie sollte ich dem gegen&#252;ber, der mich geschaffen hat und der mich jederzeit vernichten kann, frei sein?&#8221; So als kennte er den biblischen Hiob nicht, in dem die Trag&#246;die eines von Gott (dem antiken!) geschlagenen Menschen sich in einen titanischen Disput um die Gerechtigkeit Gottes ausw&#228;chst. Hiob wei&#223; um einen, der noch &#252;ber dem in seinen Augen zu Unrecht  rachedurstigen Gott steht (der so genannte &#8220;Erl&#246;ser&#8221;, der &#8220;Anwalt&#8221; im Prozess um die g&#246;ttliche Gerechtigkeit. Hiob wei&#223;, dass er im Grunde der moralische Sieger ist (auch ein Indiz f&#252;r den von Menschen gewonnen Kampf um den Olymp). Und wenn er auch Gott nicht ebenb&#252;rtig ist (in Wahrheit ja dem ihm &#252;berlegenen Satan!), so besteht seine Freiheit dennoch in seiner unverlierbaren W&#252;rde. Die Gerechtigkeit verleiht W&#252;rde verleiht Freiheit. Gr&#246;&#223;e entscheidet sich nicht an Macht, sondern allein in der Moral. Auch Gott untersteht der Moral &#8211; vertreten durch den (in j&#252;disch- rabbinischen Kreisen) so eminent wichtigen Begriff der Gerechtigkeit, also der Treue gegen&#252;ber dem universalen Moralkodex &#8211; so das Ergebnis des HIOB-Buches.</p>
<p>Im Kreuz Jesu, aufgerichtet von r&#246;mischen Soldaten (den Macht-Habern der damaligen Zeit) wird dies deutlich. Moral siegt &#252;ber Macht. Der erniedrigte Christus ist der eigentliche Sieger (Paulus deutet dies immer wieder an). Jesus tritt in Hiobs Fu&#223;stapfen, fordert den geltenden Gerechtigkeitsbegriff in seine Schranken (wer schuld ist, wird bestraft) und erweist sich in seinem Leidensgeschick als der &#8220;Erl&#246;ser&#8221; Hiobs, der um des Prinzips der Gerechtigkeit willen bereit ist, selbst als Gottes Sohn zu sterben. Am Ende triumphiert die Freiheit sogar &#252;ber den Tod. Aber das ist eine andere Facette der Jesus-Geschichte.</p>
<p>Wo Gott und Mensch zusammensto&#223;en, da entsteht Freiheit m&#252;sste man sagen.</p>
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		<title>Martin L&#246;nnebos Idee: der Weg zum Selbst</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 14:39:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; und auch zu Gott! Heute musste ich mich mit den &#8220;Perlen des Glaubens&#8221; besch&#228;ftigen. Angelehnt an den Rosenkranz soll der gl&#228;ubige Beter mithilfe dieser besonderen Perlenkette (6 ovale Steine und 12 mehr oder weniger gro&#223;e runde Kugeln) &#252;ber sein Leben nachdenken und meditierend beten. Sch&#246;n ist es schon, sich den Bausatz zuschicken zu lassen. Gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://flickr.com/photos/12184741@N00/4783759709" title="Labirinto" class="liimagelink"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4096/4783759709_138337618e.jpg" alt="" width="400" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Bild:&quot;Labirinto&quot; von &quot;murilocardoso&quot; auf Flickr.com</p></div>
<h2><span style="color: #800080;">&#8230; und auch zu Gott!</span></h2>
<p>Heute musste ich mich mit den &#8220;<a href="http://www.perlen-des-lebens.com/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=14&amp;Itemid=29" class="liexternal">Perlen des Glaubens</a>&#8221; besch&#228;ftigen. Angelehnt an den Rosenkranz soll der gl&#228;ubige Beter mithilfe dieser besonderen Perlenkette (6 ovale Steine und 12 mehr oder weniger gro&#223;e runde Kugeln) &#252;ber sein Leben nachdenken und meditierend beten. Sch&#246;n ist es schon, sich den Bausatz zuschicken zu lassen. Gibt es alles im Versandhandel. Auch das Aufreihen der Perlen auf einem Lederarmband (Reihenfolge ist wichtig!) macht keine Probleme. Selbst Kinder in Religionsunterricht oder Kindergottesdienst werden die Kette mit viel handwerklicher Freude und Geschick fertigen k&#246;nnen.</p>
<p>Was aber sollen die Perlen, die auch verschiedenfarbig sind, symbolisieren? Da gibt es die Gottesperle &#8211; beim Wandern der Glieder in der Hand wird man unwillk&#252;rlich hier beginnen und hier abschlie&#223;en. Dann folgen die Perlen des Ich und der Taufe, die der W&#252;ste und der Gelassenheit, der Liebe und der Geheimnisse, bis sie einm&#252;nden in Nacht und Auferstehung.Ein mystagogischer Entwurf? Ein Weg zur Mitte (des Lebens, des Selbst oder des Was-auch-immer) wie es ja auch ein Labyrinth tut? Eine Handlungsanweisung zum m&#246;glichst &#8220;vollst&#228;ndigen&#8221; Beten? Exerzitien zu den Grundbestimmtheiten menschlicher Existenz (der so genannten &#8220;Existenzialien&#8221;)?<span id="more-1689"></span></p>
<p>Am meisten kann ich selbst mit der Deutung der Perlen als Stationen im Lebensweg Jesu anfangen. Ich werde dadurch mehr zu Christus gef&#252;hrt, weniger New-Age-m&#228;&#223;ig anget&#246;rnt.Dann bildet sich im Perlenkranz des Glaubens im Grunde auch das Glaubensbekenntnis ab, welches ja Abstieg und Aufstieg des Gottessohnes darstellt. So lese ich die Perlen dann als Weg Jesu durch Menschwerdung, Taufe, Versuchung, Bergpredigt (vogelfreies und gelassenes Leben im Angesicht Gottes), Doppelgebot der Liebe, die Geheimnisse seiner Gottheit, die Nacht der Verhaftung und des Todes und die Auferstehung.</p>
<p>Wer kam &#252;berhaupt auf die Idee f&#252;r solch &#8220;protestantischen&#8221; Rosenkranz? Es soll der schwedische Bischof Martin L&#246;nnebo (* 1930) gewesen sein, der 1996 anl&#228;sslich eines Urlaubes in Griechenland bei Sturmgebraus auf einer kleinen Insel fest sa&#223;.  Er sah die Dorfbewohner mit ihren Rosenkr&#228;nzen beten, ein allt&#228;glicher Anblick in orthodoxen oder orientalischen L&#228;ndern. Dabei wurde L&#246;nnebo klar, dass es in der protestantischen Kirche keine solchen Hilfsmittel gibt, um den Geist beim Gebet auf Gott auszurichten. So bastelte er sich nach seiner R&#252;ckkehr nach Schweden die ersten »Perlen des Glaubens« aus Holz, &#8220;Fr&#228;lsarkransen&#8221; also &#8220;Retter-Kranz&#8221;.</p>
<p>Die Idee griff in Schweden schnell um sich. Auch in der evangelischen, nordelbischen Kirche wurde man auf die Br&#252;der im Norden aufmerksam. Erstmals auf dem &#214;kumenischen Kirchentag 2003 in Berlin wurde es der protestantischen &#214;ffentlichkeit vorgestellt. Viel Symbolik hat mittlerweile in den ehemals kargen Kirchen der Reformation Platz gefunden. Denken wir an die Taufkerze, das Osterlicht, das Pilgern (wenn auch von Loccum nach Volkenroda und nicht nach Santiago de Compostela). Nun also auch der Rosenkranz in Gestalt der Perlen des Glaubens. 500 Jahre nach den Bilderst&#252;rmern wachsen wieder Pfl&#228;nzlein des ganzheitlichen Glaubens aus den Mauerritzen. Und sogar die Heiligenverehrung hat durch Dietrich Bonhoeffer ein wenig mehr Akzeptanz im Protestantismus erfahren (auch wenn  jener M&#228;rtyrer des 2. Weltkrieges diese Deutung weit von sich gewiesen h&#228;tte).</p>
<p>Zu was also kann der gl&#228;ubige Christ die Perlen des Glaubens verwenden? Einmal als Schmuck, denn es sieht ja auch schick aus (etwas rustikal kirchentagsm&#228;&#223;ig eben, weniger PANDORA*). Zum anderen als Erinnerungshilfe an das Leben Jesu und die Inhalte des Glaubens. Sch&#246;n ist es &#8220;zweigleisig&#8221; zu meditieren, also mit dem apostolischen Credo im Hinterkopf. Zu guter letzt wird man es einfach zum Nachdenken &#252;ber sich selbst brauchen k&#246;nnen. Frei nach dem Motto: wer bin ich, wen liebe ich, wohin bin ich unterwegs, was kann ich hoffen, was kann mich hindern.</p>
<p><span style="color: #3366ff;">Erl&#228;uterung</span>: Mit PANDORA ist nicht die &#8220;B&#252;chse der Pandora&#8221; in der griechischen Mythologie gemeint, sondern raffinierter Schmuck aus D&#228;nemark, der sich durch ein ausgekl&#252;geltes Marketingkonzept schnell in den Schmuckl&#228;den ausgebreitet hat. Auf einen silbernen oder goldenen Reif werden immer neue Schmuckteile gesteckt, die zu Weihnachten, Geburtstag, Taufe oder Trauung verschenkt werden k&#246;nnen.</p>
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		<title>&#214;kumene tritt auf der Stelle</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 19:35:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof Kurt Koch]]></category>
		<category><![CDATA[Lutheraner]]></category>
		<category><![CDATA[Ökumene]]></category>
		<category><![CDATA[Papstamt]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem 1. Juli 2010 ist Kurienkardinal Walter Kasper im Ruhestand. An seine Stelle als Pr&#228;sident des P&#228;pstlichen Rates zur F&#246;rderung der Einheit der Christen tritt der Schweizer Bischof Kurt Koch. Der war einmal Dozent f&#252;r Dogmatik und Moraltheologie in Luzern, sp&#228;ter auch Honorarprofessor f&#252;r Dogmatik, Ethik, Liturgiewissenschaft und &#214;kumenische Theologie dort. 1996 wurde er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://flickr.com/photos/30590781@N08/4601986733" title="Abend der Begegnung - 2. &#214;KT 2010 M&#252;nchen" class="liimagelink"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1169/4601986733_aeafde10cd.jpg" alt="" width="400" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Bild:&quot;Abend der Begegnung - 2. &#214;KT 2010 M&#252;nchen&quot; von &quot;patrick-fotography&quot; auf Flickr.com</p></div>
<p>Seit dem 1. Juli 2010 ist Kurienkardinal Walter Kasper im Ruhestand. An seine Stelle als Pr&#228;sident des P&#228;pstlichen Rates zur F&#246;rderung der Einheit der Christen tritt der Schweizer Bischof Kurt Koch. Der war einmal Dozent f&#252;r Dogmatik und Moraltheologie in Luzern, sp&#228;ter auch Honorarprofessor f&#252;r Dogmatik, Ethik, Liturgiewissenschaft und &#214;kumenische Theologie dort. 1996 wurde er Bischof in Basel.</p>
<p>&#8220;Christus in allem Vorrang&#8221; &#8211; dieser Spruch im Bischofswappen wird ihn wohl auch jetzt in der Arbeit f&#252;r die weltweite Kirche leiten. Denn unter &#214;kumene versteht der 60j&#228;hrige Schweizer Theologe (&#228;hnlich wie Papst Benedikt XVI) nicht eine &#8220;Kompromiss&#246;kumene des pluralistischen Dialogisierens&#8221;, sondern eher eine Suche nach kirchlicher Gemeinschaft unter dem Primat der Wahrheit, und das hei&#223;t zuallererst unter dem Primat des Bischofs von Rom. Die katholische Kirche ist davon &#252;berzeugt, dass es die eine Kirche Jesu Christi gebe. Deren Wirklichsein mag sie allerdings nur von sich selbst anerkennen.</p>
<p>Es bleibt abzuwarten, ob auf dieser Basis ein &#246;kumenisches Gespr&#228;ch &#252;berhaupt m&#246;glich ist. Die lutherische Welt jedenfalls wendet ihre Aufmerksamkeit durch die Wahl des neuen Pr&#228;sidenten des Lutherischen Weltbundes, des Pal&#228;stinenser-Bischofs Munib Junan (59), verst&#228;rkt in Richtung Israel und den Nahost-Konflikt. Da wartet Arbeit genug und l&#228;sst den Dialog mit Rom nach hinten rutschen. Nach den Kl&#228;rungen in der Rechtfertigungslehre und dem Stillstand bei den &#246;kumenischen Verhandlungen um Abendmahl, Priesteramtsverst&#228;ndnis, Kirchenlehre und Papst-Primat gibt es kaum Entwicklungsm&#246;glichkeiten f&#252;r einen Dialog. Wahrscheinlich muss die kirchliche Welt auf einen neuen Papst warten.</p>
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		<title>Ehrliche und f&#252;rsorgliche Anteilnahme</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 20:08:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anteilnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Love-Parade]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaus Schneider]]></category>
		<category><![CDATA[papst]]></category>

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		<description><![CDATA[Das hat der Papst nicht verdient. Die Bildzeitung titelte: &#8220;Sogar der Papst trauert um die Opfer&#8221; Was soll da das verr&#228;terische W&#246;rtlein &#8220;sogar&#8221;? Meint es erstens: die Veranstaltung war zwar nicht so richtig kirchlich geerdet, sprich: es ging in Duisburg recht wild zu, aber dennoch taten dem Papst die Verungl&#252;ckten leid (diese Meinung ist mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://flickr.com/photos/25796513@N08/4827754602" title="Love Parade 2010 in Diusburg" class="liimagelink"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4093/4827754602_2fc06566e1.jpg" alt="" width="400" height="379" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: &quot;Love Parade 2010 in Duisburg&quot; von &quot;vali...&quot; auf Flickr.com</p></div>
<p><span style="font-size: small;"><a href="http://flickr.com/photos/25796513@N08/4827754602" title="Love Parade 2010 in Diusburg" class="liexternal"></a>Das hat der Papst nicht verdient. </span><span style="font-size: small;">Die <a href="http://www.bild.de/BILD/news/2010/07/26/loveparade-papst/ganze-welt-trauert-um-opfer-der-katastrophe.html" class="liexternal">Bildzeitung </a>titelte: &#8220;<strong>Sogar der Papst trauert um die Opfer</strong>&#8221; </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Was soll da das verr&#228;terische W&#246;rtlein &#8220;sogar&#8221;? Meint es erstens: die Veranstaltung war zwar nicht so richtig kirchlich geerdet, sprich: es ging in Duisburg recht wild zu, aber dennoch taten dem Papst die Verungl&#252;ckten leid (diese Meinung ist mein pers&#246;nlicher Favorit!)? Oder meint es zweitens: der Papst ist zwar in seiner ganzen Bedeutung dem irdischen Geschehen weitestgehend enthoben (sozusagen als Stellvertreter Christi auf Erden), aber manchmal zeigt er auch menschliche Regung und Anteilnahme? Oder meint es drittens: eigentlich zeigt er selten einmal Gef&#252;hle (&#8220;so ist er halt, eben der theologische Professor durch und durch&#8221;), aber diese Trag&#246;die zerrei&#223;t selbst ihm das Herz?</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Was auch immer dem Schlagzeilen-Texter der BILD durch den Kopf gegangen sein mag, dies war denn doch zu sehr aus der H&#252;fte geschossen. In allen drei M&#246;glichkeiten steckt die Unterstellung, dem Papst sei durch sein Amt im Prinzip das Mitleid mit den Angeh&#246;rigen der jungen Leute und die Trauer  verunm&#246;glicht. Nur durch seine Menschlichkeit &#8220;&#252;berwinde&#8221; er sich dann denn doch zu dieser Regung.<span id="more-1679"></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Kann ein Mensch wie Josef Ratzinger nicht ab und zu einfach nur als Mensch mit Gef&#252;hlen ohne kirchenpolitische Hintergedanken wahrgenommen werden? Ich jedenfalls fand seine Worte„Ich gedenke in meinen Gebeten der jungen Menschen, die ihr Leben verloren haben.“ ehrlich und f&#252;rsorglich &#8211; wie &#252;brigens auch die Worte des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider: „Unsere F&#252;rbitte gilt den Menschen, die um die Opfer trauern, den Verletzten und Geschockten sowie den Einsatzkr&#228;ften aus Polizei und Rettungsdiensten, die unter den Eindr&#252;cken dieser Trag&#246;die leiden. Wir vertrauen auf die biblische Zusage Gottes, dass er denen nahe sein wird, die zerbrochenen Herzens sind, und denen hilft, die ein zerschlagenes Gem&#252;t haben.&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: small;">BILD  sollte mit den Worten vorsichtiger umgehen; aber das wissen wir schon lange.</span></p>
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		<title>Nina Hagen besingt ihren pers&#246;nlichen Jesus</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 10:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Hagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nina Hagen &#8211; die Rockr&#246;hre aus Ostberlin, im Outfit beraten von Jean-Paul Gaultier, kosmopolitisch gesinnt und mit New-Age im Herzen &#8211; ist seit 2009 evangelisch. Erstaunlich ist diese religi&#246;se Hinwendung der 55-j&#228;hrigen zum Karfreitags-Fl&#252;gel des Christentums, der bei den anderen Schwesterkirchen zwar als predigtorientiert aber auch verkopft gilt. Nina Hagen schafft mit ihrer neuen Platte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://flickr.com/photos/36363694@N00/4832374790" title="Acustic Guitar" class="liimagelink"><img class=" " src="http://farm5.static.flickr.com/4104/4832374790_978b92330a.jpg" alt="" width="400" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: &quot;Acoustic Guitar&quot; von &quot;inthesitymad&quot; auf Flickr.com</p></div>
<p><strong>Nina Hagen</strong> &#8211; die Rockr&#246;hre aus Ostberlin, im Outfit beraten von Jean-Paul Gaultier, kosmopolitisch gesinnt und mit New-Age im Herzen &#8211; ist seit 2009 evangelisch. Erstaunlich ist diese religi&#246;se Hinwendung der 55-j&#228;hrigen zum Karfreitags-Fl&#252;gel des Christentums, der bei den anderen Schwesterkirchen zwar als predigtorientiert aber auch verkopft gilt. Nina Hagen schafft mit ihrer neuen Platte ein Gegengewicht, will Gospel singen in den Liedern von &#8220;Personal Jesus&#8221;. Mit rauchiger Stimme interpretiert sie Lieder aus der Feder von Depeche Mode, Elvis Presley oder Woody Guthrie neu.</p>
<p>Auf Platz 16 ist sie diese Woche in die Charts eingestiegen. Das ist die h&#246;chste Chartsplatzierung der deutschen Punkikone seit Ende der 70er Jahre. Nina Hagen hat sich quasi neu erfunden in &#8220;Take Jesus with you&#8221;, &#8220;Sometimes I ring up heaven&#8221;, &#8220;God´s radar&#8221; und &#8220;Personal Jesus&#8221;.</p>
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		<title>Was ist los mit dem Jordan?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 19:54:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Jordan]]></category>

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		<description><![CDATA[Israel-Pilger kennen dieses Bild: nach stundenlanger Fahrt im klimatisierten Bus gelangt man endlich ans Ufer des Jordan. Dort haben sich schon andere Gruppen eingefunden. Fromme Ges&#228;nge schallen her&#252;ber zur Einstiegstreppe. Einige Fromme (vorzugsweise aus den USA) stehen schon im Wasser und zelebrieren die Taufe. Voller Inbrunst richtet sich der Blick gen Himmel. Man wartet auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1667" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.zwoelff.de/wp-content/uploads/2010/07/Jordan.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[1666]"><img class="size-medium wp-image-1667" title="Jordan" src="http://www.zwoelff.de/wp-content/uploads/2010/07/Jordan-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: &quot;Jordan&quot; gefunden auf www.ufz.de</p></div>
<p>Israel-Pilger kennen dieses Bild: nach stundenlanger Fahrt im klimatisierten Bus gelangt man endlich ans Ufer des Jordan. Dort haben sich schon andere Gruppen eingefunden. Fromme Ges&#228;nge schallen her&#252;ber zur Einstiegstreppe. Einige Fromme (vorzugsweise aus den USA) stehen schon im Wasser und zelebrieren die Taufe. Voller Inbrunst richtet sich der Blick gen Himmel. Man wartet auf den Heiligen Geist, der den Gl&#228;ubigen doch gerade an dieser Stelle besonders anwehen soll und der Taufe jene besondere Aura verleiht, die ein christliches Leben pr&#228;gen kann. Frommes Ideal und moderne Realit&#228;t &#8211; hier klaffen sie besonders auseinander. Der Jordan ist nicht mehr, was er &#252;ber viele Jahrtausende war, ein lebenspendender Fluss mitten in Steppe und W&#252;ste, Oase f&#252;r Flora und Fauna.</p>
<p>Neuerdings hei&#223;t es, <a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/article8644341/Vor-der-Taufe-wird-gewarnt.html" class="liexternal">wer in den Jordan steige, k&#246;nne wom&#246;glich selbst &#252;ber denselben gehen</a>. Denn der Fluss ist die meiste Zeit des Jahres nur eine verschmutzte Br&#252;he, ein Rinnsal, braun und salzbefrachtet. Die Abw&#228;sser der vielen Bewohner der Gegend, aber auch Industrieeinleitungen machen ihm zu schaffen. Umweltsch&#252;tzer warnen, er werde wom&#246;glich bald austrocknen.  N&#246;tig w&#228;re ein Wasserabkommen der Anrainer-Staaten Israel und Jordanien um einen Mindestwasserstand f&#252;r den geschundenen Fluss. N&#246;tig w&#228;ren Kl&#228;ranlagen, die die Schadstoffe herausfiltern. Wenn nichts geschieht, wird aus dem Jordantal ein &#246;des Wadi, eher ein Ort des Gerichtes als ein hoffnungspendender Oasenplatz.</p>
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		<title>Gott statuiert keine Exempel</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 13:03:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[blumen]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkelheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenken]]></category>
		<category><![CDATA[Kerzen]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Eva Hermann und das &#8220;schamlose Treiben&#8221; Eine wahrhaft apokalyptische Sicht der Dinge wirft die bekannte und umstrittene Frontfrau des Kopp-Verlages auf das Ungl&#252;ck der Loveparade. Sie schreibt in einem Blog von gestern auf Kopp Online: &#8220;Eventuell haben hier ja auch ganz andere M&#228;chte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://flickr.com/photos/29487767@N02/3644730871" title="I have you with me - Ich habe Dich bei mir" class="liimagelink"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3356/3644730871_e126471107.jpg" alt="" width="400" height="352" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: &quot;I have you with me - Ich habe Dich bei mir&quot; von &quot;alles-schlumpf&quot; auf Flickr.com</p></div>
<p><strong><span style="font-size: medium;"><span style="color: #ff0000;"><a href="http://flickr.com/photos/29487767@N02/3644730871" title="I have you with me - Ich habe Dich bei mir" class="liexternal"></a>Eva Hermann und das &#8220;schamlose Treiben&#8221;</span></span></strong></p>
<p>Eine wahrhaft apokalyptische Sicht der Dinge wirft die bekannte und umstrittene Frontfrau des Kopp-Verlages auf das Ungl&#252;ck der Loveparade. Sie schreibt in einem <a href="http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/sex-und-drogenorgie-loveparade-zahlreiche-tote-bei-sodom-und-gomorrha-in-duisburg.html" class="liexternal">Blog </a>von gestern auf Kopp Online: &#8220;Eventuell haben hier ja auch ganz andere M&#228;chte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen!&#8221;</p>
<p>Selbst wenn sich ihre &#8220;Erleichterung&#8221; als Zynismus entlarvt, selbst wenn sich diese Entgleisung der 52-j&#228;hrigen wom&#246;glich als Marketing-Gag entpuppt (die Server sind am gestrigen Tag zusammengebrochen und im Netz wird k&#252;belweise H&#228;me &#252;ber sie ausgesch&#252;ttet), so stellt sich dennoch die Frage, ob sie theologisch wenigstens auf der richtigen Spur ist.<span id="more-1659"></span></p>
<p>Da allerdings gibt es tats&#228;chlich eine historische Begebenheit, auf die Jesus einmal angesprochen wurde und die er gewohnt endzeitlich (im Theologendeutsch &#8220;eschatologisch&#8221;) beantwortete. Jesus (auf die Frage, wer an einem erlittenen Ungl&#252;ck schuld sei) stellt eine Gegenfrage: &#8220;Meint ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm von Siloah fiel und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor allen Menschen, die zu Jerusalem wohnen? Ich sage: Nein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen.&#8221; (Lukas 13,1ff)</p>
<p>Jesus sah die Welt im Ganzen vor dem Richterthron Gottes stehen. Innerweltliche Katastrophen und Ungerechtigkeiten hat er nicht als vorherlaufende Strafaktionen gewertet. Wir reden manchmal etwas locker vom &#8220;Exempel, das statuiert wird&#8221;. Dies sieht Jesus allerdings an dieser Stelle bei Lukas nicht. Erst am Ende der Tage wird Gericht gehalten, und keiner kann sich davon ausnehmen. Bis dahin ist die Welt ein unruhiger, riskanter und vielleicht auch ungerechter Biotop, aber keine g&#246;ttliche Strafanstalt. An anderen Stellen deutet Jesus sogar so: Die Welt ist der Ort, an dem Gottes zuwendende Liebe offenbar werden soll (wenn n&#228;mlich die Blinden sehend, die Tauben h&#246;rend und die Lahmen h&#252;pfend sein sollen/gemeint sind die Wunder Jesu an den &#196;rmsten seiner Zeit).</p>
<p>Die von Anteil nehmenden und trauernden Menschen an der Rampe in Duisburg niedergelegten Blumen zeugen dementsprechend vielmehr von Gottes Wesen als Eva Hermanns Tiraden.</p>
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		<title>Sparen an der Alimente f&#252;r die Kirche</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 10:22:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gehalt]]></category>
		<category><![CDATA[Steuergelder]]></category>
		<category><![CDATA[Subventionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kirche schwimme im Geld, meinen ihre Kritiker. Man m&#252;sse einfach alle L&#228;ndereien verkaufen, dazu die Abendmahlsger&#228;te, die herrlichen Altarschnitzereien und Gem&#228;lde, die vielen Geb&#228;ude und den immensen Aktienfundus. Was brauche denn die Kirche solche Reicht&#252;mer? Das habe Jesus, auf dessen Armutsethik (siehe Bergpredigt) sich die Kirche gr&#252;nde, doch nicht gewollt. Und &#252;berhaupt: man solle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://flickr.com/photos/9853727@N05/2111661914" title="500 Euro" class="liimagelink"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2261/2111661914_047d8ca339.jpg" alt="" width="400" height="235" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: &quot;500 Euro&quot; von Matze Ott auf Flickr.com</p></div>
<p><a href="http://flickr.com/photos/9853727@N05/2111661914" title="500 Euro" class="liexternal"></a>Die Kirche schwimme im Geld, meinen ihre Kritiker. Man m&#252;sse einfach alle L&#228;ndereien verkaufen, dazu die Abendmahlsger&#228;te, die herrlichen Altarschnitzereien und Gem&#228;lde, die vielen Geb&#228;ude und den immensen Aktienfundus. Was brauche denn die Kirche solche Reicht&#252;mer? Das habe Jesus, auf dessen Armutsethik (siehe Bergpredigt) sich die Kirche gr&#252;nde, doch nicht gewollt. Und &#252;berhaupt: man solle doch als erstes mal die Kirchensteuer abschaffen und die Privilegien, die der Staat der Kirche einr&#228;ume.</p>
<p>Nun hat die Diskussion darum einen neue Umdrehung genommen: schwarz-gelbe Politiker der Regierungskoalition, das sind die, die noch vor wenigen Monaten allgemein Steuersenkungen versprochen hatten, wollen die Verschuldung des Staates auch mithilfe der Streichung von Privilegien mindern. Etwa 460 Millionen Euro flie&#223;en j&#228;hrlich an die gro&#223;en Kirchen zwecks Bischofs- und Pfarrerbesoldung. Das sei zuviel &#8211; so zum Beispiel FDP-Fraktionschef <a href="http://www.epd.de/nord/nord_index_77747.html" class="liexternal"> </a>im Kieler Landtag Wolfgang <a href="http://www.epd.de/nord/nord_index_77747.html" class="liexternal">Kubicki</a>. Eine K&#252;rzung um 10 bis 15 Prozent sei vertretbar. Macht unter dem Strich also mindestens 46 Millionen an Einsparungen. Wahrlich eine gewaltige Summe k&#246;nnte man ironisch folgern, ein Tropfen auf den hei&#223;en Stein nur bei der gesch&#228;tzten Verschuldung des Staates in H&#246;he von 1700 Milliarden Euro.<span id="more-1647"></span>&#220;berlegen wir einmal, mit wem die Kirche in einem Boot sitzt. An wen und f&#252;r was zahlt der Bund denn seine Subventionen:  f&#252;r den Sparerfreibetrag bei Eink&#252;nften aus Kapitalverm&#246;gen 1,040 Milliarden, Hilfe zur Einf&#252;hrung moderner Kommunikationstechnik (zu Deutsch: Blackberry und I-Phone auf Staatskosten) 18 Mio. Euro, Entlastung des G&#252;terkraftverkehrsgewerbes von der Lkw-Maut 452 Mio. Euro, F&#246;rderung der Container-Industrie 154 Mio. Euro, Kfz-Steuerbefreiung f&#252;r Zugmaschinen und Zirkuswagen) 1 Mio. Euro, Erm&#228;&#223;igter Umsatzsteuersatz f&#252;r Zahntechniker 415 Mio. Euro, und so weiter und so weiter &#8230;</p>
<p>Das <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/staatshilfen-die-111-unsinnigsten-subventionen;2587784" class="liexternal">Handelsblatt </a>hat 98 Subventionen und Privilegien aufgelistet. Darunter ist auch der vielbeklagte erm&#228;&#223;igte Umsatzsteuersatz f&#252;r Beherbergungsleistungen (zu Deutsch: Dankesch&#246;n der FDP f&#252;r eine Parteispende) in H&#246;he von 805 Mio. Euro. Da kommt selbst der hartgesottenste Kirchenkritiker ins Gr&#252;beln. Deutsche Hoteliers kassieren also das Doppelte an Subventionen wie die katholische und evangelische Kirche in Deutschland, von all den anderen F&#246;rderma&#223;nahmen des Staates ganz zu schweigen. Im Ganzen k&#246;nnte der Staat 35,3 Milliarden Euro sparen.</p>
<p>Mein Vorschlag: die deutschen Kirchen verzichten tats&#228;chlich auf die ihnen gezahlten staatlichen F&#246;rdermittel (wie schwer das auch immer fallen mag!). Im Gegenzug streicht der Bund alle Subventionen und baut die Staatsverschuldung ab. Nach 20 Jahren w&#228;ren also schon 700 Milliarden abgezahlt, die die heranwachsende Generation nicht mehr zus&#228;tzlich schultern m&#252;sste. Aber seien wir realistisch &#8211; wir haben etwa 82 Millionen Deutsche &#8211; und Lobbygruppen f&#252;r mindestens 60 Millionen. Die Politik wird sich zu solchem radikalen Schritt nicht bewegen lassen.</p>
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