Artikel zum Thema Abendmahl
Leonardos gedeckter Tisch
Mittwoch, 10. November 2010Fast eine alltägliche Szene. Man sitzt zu Tisch, hat das schöne Essen vor der Nase, bemüht sich um angemessene Konversation oder hängt eigenen Gedanken nach. Das Essen, so sagt man, verbindet Menschen. Im gemeinsamen Trinken stößt man auf die Zukunft an, im gemeinsamen Essen hält man Rückschau auf manchen Tag voller Trubel oder bestandener Gefahr.
Christen haben das gemeinsame Essen zu ihrem höchsten Glaubenssymbol (Sakrament) erhoben. Erstaunlich eigentlich – ist das gemeinsame Essen doch etwas Alltägliches. Oder nicht?
Heute jedoch gehen manche Kinder ohne Frühstück zur Schule, holen sich mal eben beim Bäcker ein Nutella-Brötchen oder eine Tüte mit Gummibärchen. Mittags kommen sie heim und finden einen Zettel auf dem Tisch: “Essen ist im Kühlschrank – einfach in die Mikrowelle stellen, hab dich lieb, Mama”. Und abends schmiert die Mutter wohl das Butterbrot, doch Vater ist schon wieder auf einer Sitzung des Sportvereins oder macht Überstunden im Büro. Das gemeinsame Essen bleibt immer häufiger eine Leerformel. Die ideelle Einsamkeit der Postmoderne hat längst auf die alltäglichen Vollzüge des Lebens übergegriffen. Rituale müssen mühselig eingeübt, zuweilen sogar erklärt werden. Sie verstehen sich nicht mehr von selbst.
Um eine Aktualisierung des Abendmahlgedankens bemüht sich eine Kirchengemeinde in Northeim. Sat 1 berichtet darüber. Hier der Link.
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segnung
Freitag, 30. Juli 2010den tisch eindecken
brot an trauben
warten auf
ein rufen hoffen
unten in der straße
hinaus schauen
ins weite wo
die augen sich verlieren
du kommst nicht
und bist doch da
ein lichtstrahl fällt
auf meine hand
er löst sich auf
in glück
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Das teuerste Abendmahl aller Zeiten
Dienstag, 21. Juli 2009
Bild:"Neil A. Armstrong - Astronaut Edwin Eugene 'Buzz' Aldrin, Jr. on Moon (1969)" von "luvi" auf Flickr.com
Von berühmten Gestalten der Weltgeschichte sind meist auch berühmte Worte übeliefert (besonders auch Worte auf dem Sterbebett). Ebenso ist es mit den ersten Entdeckern vor irgendwas. Man vergisst leicht dabei, dass es hinter den “ersten” Entdeckern auch die in der zweiten Reihe gibt. Von denen wird meistens nichts überliefert, bestenfalls geht man larmoyant auf ihre Rolle als Zuspätgekommene ein (zum Beispiel Scott, der sich als Zweiter beim Wettrennen zum Südpol selbst in Depression verlor und auch sein Leben).
Buzz Aldrin ist – wenn man so will – der berühmteste “Zweite” des Jahrhunderts geworden. Er betrat den Mond erst nach Armstrong. Immerhin wird er immer miterwähnt, und jetzt weiß man auch, was er gesprochen hat damals: “Jeder Mensch auf dem Erdenrund möge einen Moment innehalten und über die Ereignisse der letzten Stunden nachdenken.” Er hatte eigentlich etwas anderes sagen wollen bzw. die Nasa hatte ihn etwas anderes sagen lassen wollen: Zitate aus der „Genesis“. Aber eine streitbare Atheistin war in den USA gegen jede religiöse Aktivität im All vor Gericht gezogen. [Weiterlesen...]
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Habenichtse lernen Hoffnung
Samstag, 5. Juli 2008Bild “Exodus” (Cassandra talking version) von Iguana Jo /Flickr
Das Paradies im verqualmten Wanderzelt
Als evangelische Jugendgruppe am Kemijärvi (Finnland) hockten wir im verqualmten Zelt am Feuer und schauten in den schwarzen-speckigen Hordentopf, hielten unseren Napf hin und empfingen jeder einen Schlag Suppe mit Mücken. Uns schmeckte es wie das himmlische Manna.
Zusammensein und essen – das hat etwas paradiesisches an sich, ist wie ein heiliges Abendmahl, ohne dass man es merkt – Gemeinschaft, Freundschaft – für einen Moment keine Sorgen.
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