Artikel zum Thema EKD
Afghanistan – und kein Ende der Debatte
Montag, 4. Januar 2010Afghanistan – und kein Ende. Nicht nur der Krieg eskaliert, wird in seinen strategischen und politischen Zielen immer verworrener, auch die Debatte in der Heimat der brückenbauenden deutschen Friedenssoldaten nimmt an Schärfe zu. Dieser Tage hat sich Bischöfin Kässmann aus Hannover, die Ratsvorsitzende der EKD, in einer Neujahrspredigt in Dresden zu Wort gemeldet. Daraufhin schlugen ihr ganze Breitseiten der führenden Politiker aus CDU und SPD entgegen, die den Auftrag der Bundeswehr in Afghanistan missverstanden fühlten und ihr dringend das Gespräch mit Soldaten empfahlen. Die genervte Theologin schob ein Dementi hinterher, in dem sie ihre Äußerungen perfide verdreht sah. „Ich bin schockiert, was aus meiner Predigt gemacht wird” und eine Predigt sei grundsätzlich “keine politische Erklärung”, sagte sie in einem Interview der Bild-Zeitung. [Weiterlesen...]
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Stille in der protestantischen Welt
Mittwoch, 4. Februar 2009Mit erstaunlicher Zurückhaltung reagiert die evangelische Welt Deutschlands auf die Turbulenzen um den Vatikan und die „Aktion der offenen Arme” des obersten Hirten der Stadt Rom, Benedikt XVI. Sonst eher rührige Öffentlichkeitsprofis wie Wolfgang Huber, der leitende Bischof der EKD, oder Margot Käßmann, die eloquente Bischöfin der lutherischen Landeskirche Hannovers, halten sich mit Kommentaren zurück. Keine Spur von Häme oder Schadenfreude, kein greller Aufschrei des Entsetzens.
Allein der Catholica-Beauftragte der VELKD, der Braunschweiger Bischof Friedrich Weber gab eine Stellungnahme zur Wiederaufnahme der Pius-Bruderschaft ab. Er bedauert (am 30. Januar 2009), dass „die Reform und das ökumenische Anliegen des Zweiten Vatikanums heute nicht mehr denselben Stellenwert besitzen wie damals.” Gleichzeitig weiß er sich an der Seite der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz, die „sich so schnell und so deutlich gegen die Aussagen von Williamson positioniert hat.” Die Frage aber bleibe, „wenn die Einheit innerhalb der römisch-katholischen Kirche ein so hohes Gut ist und deshalb Großzügigkeit und Nachsicht bis zum äußerten gezeigt werden müssen, warum wird diese Haltung nicht auch in die andere Richtung praktiziert?” Dem ist nichts hinzuzufügen.
Die bemerkenswerte Stille in der evangelischen Welt ist Zeichen der Solidarität mit allen Kräften innerhalb der katholischen Kirche, die den Dialog fortführen wollen, auch wenn es sich dabei im Augenblick nur um ein Überwintern handeln kann. Sie ist Frucht der vielen ökumenischen Gespräche in den Jahrzehnten zuvor, eine Art Vertrauensvorschuss in die Zukunft. Dieses Vertrauen sollte aber nicht leichtfertig verspielt werden. Sicher darf es nicht noch mehr solcher Krisen geben, die die Protestanten zum Schweigen zwingen. Denn eigentlich hat die Welt, besonders die jüdische Welt, eine klare Stellungnahme der evangelischen Kirchen verdient.
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Bischof Huber gegen “Ostalgie”
Donnerstag, 4. September 2008(EKD) Ver”HERR”lichung gebührt in der Kirche nur Jesus Christus. Da nimmt es nicht Wunder, dass sich der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, dieser Tage gegen eine Verherrlichung und Bagatellisierung der DDR gewandt hat. Die so genannte “Ostalgie” werde von den Eltern auf die Kinder übertragen und lasse sich durch Schulunterricht nicht hinreichend ausräumen, bedauerte Huber.
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