Artikel zum Thema Gott
Gott suchen … müssen!
Donnerstag, 11. November 2010Unentwegt reden wir über Gott. In der Kirche jedenfalls. Oder doch nicht? Kommt es uns nur so vor? Die Menschen vor uns haben jedenfalls eine Not gespürt. „Vielleicht kümmern wir uns doch nicht genug um Gott. Vielleicht sollten wir mehr über ihn nachdenken – so wie er ist, und nicht so wie er in unseren Vorurteilen ist.“
Vorurteile können gemein sein. Auch die über Gott. Dann hat er einen Bart – einen Vollbart, der heute total aus der Mode ist. Einen Bart, wie ihn höchsten Frömmler tragen in irgendeinem Nest im mittleren Westen in den USA – so mormonenmäßig (tragen Mormonen überhaupt einen Vollbart? / auch so ein Vorurteil!). Ist Gott etwa ein Frömmler? Ist Gott verbiestert? Will er eine patriarchalische Moral durchdrücken? Nein. So ist Gott nicht. So sind nur unsere bösesten Vorurteile über ihn. Die entbehren jeder Grundlage.
Unentwegt reden wir über Gott. jedenfalls in der Kirche. Und doch scheinen wir so wenig über ihn zu wissen. Wie trat er Abraham gegenüber? Eine Geschichte erzählt, er sei in Gestalt von drei Engeln in Abrahams Zelt zu Gast gewesen. Das ist die Geschichte, als Abraham noch die Geburt eines kleinen Söhnchens verheißen wird und Sarah beim Zubereiten des Gastmahles in der Küche spontan lachen muss. Schließlich ist sie hoch betagt und ihr Mann erst recht. Hat Moses Gott überhaupt gesehen? Eine andere Geschichte der Bibel berichtet, Moses habe nur einen brennenden Dornbusch gesehen, aus dem eine Stimme zu ihm gesprochen habe. Das ist die Geschichte, wo Moses den Auftrag von Gott bekommt, das geknechtete Volk Israel aus Ägypten heraus zu führen. [Weiterlesen...]
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Jugend forscht – auch nach Gott?
Mittwoch, 13. Mai 2009Dies ist keine soziologische Erörterung der Jugendlichen 2009. Dies ist auch keine im Jammerton vorgetragene Sicht der Alten auf die Jungen. Dies ist ein unbekümmerter Blick auf das, was die nachwachsende Generation schon jetzt leistet.
Meldung am 20.4.2009
“Heizung an, Licht aus – mit kurzen Anweisungen über SMS steuert der fünfzehnjährige Tim Hotfilter aus Osnabrück Licht, Heizung und weitere elektronische Geräte, mit denen ein Haushalt ausgestattet ist, aus der Ferne. Für sein Forschungsprojekt bekam der Zehntklässler den Sonderpreis Mobilfunk. Der vom Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) gestiftete Preis wurde am 1.April im Rahmen des niedersächsischen Landeswettbewerbs von JUGEND FORSCHT vergeben.”
Fünfzehn Jahre alt – Hochachtung. Warum ist auf diese genial einfache Idee noch keiner von den langgedienten Ingenieuren gekommen? Haben wir nicht gehört, Jugendliche säßen mindestens 3 Stunden vor dem PC und noch mal 3 Stunden vor dem Fernsehen und dann auch nur MTV. Wann – fragen wir uns, gehen sie eigentlich zur Schule, wann schlafen sie, wann sind sie mit Freunden zusammen? Der Jugendliche – das unbekannte Wesen. Hier jedenfalls hat einer 6 Stunden am Tag etwas Neues ausgetüftelt. [Weiterlesen...]
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In einem Londoner Bus dem Geheimnis Gottes auf der Spur
Mittwoch, 8. April 2009Ein Bus fährt durch London – mit Werbung für die Absage an den Glauben. Wie ein Konzert, das man absagt mit den Worten „Der Kapellmeister liegt mit Grippe darnieder und leider hat sich kein Ersatz gefunden auf die Schnelle.”
Initiatorin der Werbeaktion ist eine junge britische Atheistin. „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott” steht auf dem Bus. Der Slogan auf dem Bus geht denn auch weiter:”Hört auf, euch Sorgen zu machen und freut euch des Lebens.”
Die Betonung liegt auf dem Wörtchen “wahrscheinlich”. Da wird wohl jemand nachgerechnet haben, wie die Aktien für Gott stehen. Und ist zu dem Ergebnis gekommen, es spreche mehr gegen ihn als für ihn. [Weiterlesen...]
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In der Einsamkeit des Mondes
Donnerstag, 20. November 2008
Bild: "Buzz Aldrin auf dem Mond, 1969"/ Source:Life auf Google.com
Einsam steht ein Mann vor einer Flagge. Dunkelheit um ihn. Ödnis bis zum Horizont und weiter hinaus. Im Sand sind Stiefelspuren. Im Schatten eine Metallkonstruktion. Die Flagge ist das Sternenbanner. Wir schreiben das Jahr 1969. Buzz Aldrin, der Nasa-Astronaut salutiert.
Geschützt nur durch seinen dicken Anzug steht er im luftleeren Raum des Mondes. Auf dem Mond ist klirrende Kälte und flirrende Hitze. Auf dem Mond kann der Mensch nicht sein. Kein Leben da. Nur karge felsige Ödnis. Später schreiben die Astronauten, erst diese Begegnung mit der Lebensfeindlichkeit des Mondes habe ihnen gezeigt, wie freundlich und bergend, aber auch wie verletzlich die Erde mit ihrer Lebenssphäre ist.
Am Totensonntag gedenken wir der Menschen, die gestorben sind. Wir denken an „unsere” Menschen. Sie gehörten einmal zu uns, wir liebten sie, wir lebten mit ihnen, uns verbindet gemeinsames Lachen und Weinen. Nun sind sie nicht mehr. Wo sind sie? Ist der Tod wie jene Ödnis des Mondes? Es ist gut, dass unsere Toten ein Grab haben, dass wir ihnen Blumen mit hineingeben, dass unsere eigene Hand sie mit Erde bedeckt. Und manchmal hören wir am Grab jene Worte mit dem warmen Klang, die unsere Sehnsucht und Liebe ausdrücken: Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, dann werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund sein voll Lachens und unsere Zunge voll Rühmens (Psalm 126,1+2). [Weiterlesen...]
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Freundlichkeit als Wesenskern
Sonntag, 16. November 2008
Bild: "Gandhi Hall (Bronze Statue of Gandhi)" von "seijik" auf Flickr.com
Indiens Vorbild
Mahatma Gandhi soll jeden Tag im Morgengrauen an Spinnrad oder Webstuhl gesessen haben. Nach einer Stunde des konzentrierten Arbeitens erhob er sich und wechselte über in sein Büro als Lenker und Hüter Indiens. Warum liebte er die praktische Arbeit vor der denkerischen? Sie habe, so wird geschrieben, ihm das nötige Gleichgewicht für die Regierungsgeschäfte vermittelt und eben auch ein Gefühl der Nähe zu allen seinen Landsleuten, die einfache Leute waren und ihren Lebensunterhalt mit handwerklichen Tätigkeiten verdienen mussten.
Ansonsten war er ein freundlicher Mann – oder vielleicht auch gerade deshalb. Von vielen Bildern lächelt Ghandi als ein bescheidener weiser Herr, dem die asiatischen Tugenden der Geduld und des fleißigen Strebens ins Gesicht geschrieben standen. Kein Wunder, dass der Staatsgründer Indiens bis heute dort als Vorbild verehrt wird. [Weiterlesen...]
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