Artikel zum Thema Hochzeit
Honeymoon in der Moon-Sekte
Freitag, 16. Oktober 2009
Es liegt Erotik, Flirt und Begehren in der Luft, wenn ein Mann und eine Frau, die irgendwie zusammenpassen, sich begegnen. Manchmal geschieht das überraschend: man(n) blickt sich um und sieht sie plötzlich in der Menge der anderen. Die Zeit steht still. Die Sinne lassen sich bezaubern. Verlieben hat was von höherer Welt. Es ist ein exklusives Gefühl. Niemand kann es nachvollziehen außer die beiden Liebenden.
Dementsprechend soll die Trauung später etwas Einmaliges sein. Eine hübsche Kirche, Blumenmädchen, ein sagenhaftes Brautkleid. Bei aller Gleichförmigkeit des Inventars – dennoch soll alles für die Originalität von Braut und Bräutigam sprechen. Das ist wie ein Wohnzimmer. Viele haben IKEA-Möbel, aber alles ist irgendwie anders drapiert. Auch eine Trauung hat einen Wohlfühlaspekt, der durch die Persönlichkeit der Liebenden geprägt ist.
Was lesen wir dieser Tage über die Moon-Sekte aus Korea, die sich seit 1996 “Familienföderation für Weltfrieden und Vereinigung” nennt? – sie habe zehntausend Paare in einer “Blessing”-Feier getraut. Die Bräutigame in schwarzem Anzug, roter Krawatte, weißem Schal – alle! Von Individualität keine Spur. Eher Ausdruck eines totalitären Besitzanspruches über die Hirne und Herzen der Moon-Gläubigen.
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Eine Trauung will geplant sein
Freitag, 19. September 2008
Bild: "Yes iDo" von "re-ality" auf Flickr.com
Offener Brief
Liebe Frau Schulze* (*Name geändert!)
ich danke Ihnen für Ihren netten Brief. Gerade habe ich mir Ihren Hochzeitstermin notiert, und ich freue mich, dass Sie und Ihr zukünftiger Mann diesen Schritt wagen.
Was gibt es bei einer kirchlichen Trauung alles zu bedenken?
Grundvoraussetzung ist: Beide Ehepartner sollten evangelisch sein oder evangelisch/katholisch.
Ist einer der beiden Partner nicht (mehr) Mitglied einer der großen Kirchen, dann wird statt der “kirchlichen Trauung” ein “Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung” gefeiert. Die Liturgie ist in diesem Falle abgeändert: nur “Anrede”, keine Traufrage / im Zweifelsfall unterbleiben Ringwechsel und Segensgebet mit Handauflegung / gottesdienstliche Elemente werden entsprechend angepasst.
Falls Sie beide jetzt in einer anderen Kirchengemeinde mit Erstwohnsitz gemeldet sind oder Ihr zukünftiger Mann katholisch ist, dann benötigen Sie zur Vorlage eine so genannte “Dimissoriale” des dortigen Pfarramtes, aus dem hervorgeht, dass es keine Einwände gibt. In der Regel ist es einfach, diese Dimissoriale zu bekommen. Dazu ruft man im Büro der Kirchengemeinde an oder kontaktiert den Pastor/die Pastorin.
Sie sollten im Laufe des nächsten Jahres wieder telefonisch oder per Email Kontakt mit mir aufnehmen, damit wir das Traugespräch anberaumen können. Gut ist es, dieses Traugespräch vier Wochen vorher zu führen. Dabei wird neben persönlichen Dingen besonders die Trauung selbst in ihrem Ablauf besprochen und geplant. Schreiben Sie sich dazu alle noch offenen Fragen auf und bringen Sie sie mit. [Weiterlesen...]
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Liebe in Zeiten der Matrix
Dienstag, 8. Juli 2008Bei Trauungen wird manchmal aus dem Psalm 8 zitiert: “Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?” Ein wenig verloren müssen sich in diesem Augenblick Braut und Bräutigam vorkommen. Der Schritt, eine Kirche zu betreten – im weißen Kleid und schwarzen Anzug – ist doch eigentlich ein mutiger, offensiver Schritt. “Seht her, wir wollen uns zueinander bekennen. Wir sind glücklich und wollen es alle wissen lassen.” Sind da nicht zwei gekommen, um sich segnen zu lassen, weil sie sich lieben? Und dann hören sie von der überwältigenden Größe des Universums, in dem sie und ihre schöne Beziehung nur ein Sandkorn sind – eine vernachlässigbare Größe. [Weiterlesen...]
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