Artikel zum Thema Margot Käßmann
Generation Käßmann
Mittwoch, 2. Juni 2010“Hannovers ehemalige Bischöfin Margot Käßmann will nicht ins Amt zurückkehren. Das sagte sie bei ihrer Verabschiedung durch das Kirchenparlament in Hannover.” (Quelle: Zeit Online) Das ist knapp und klar. Der Präsident des Landeskirchenamtes in Hannover, Burckhard Guntau, ergänzte für die Presse: Klar sei auch, “dass Frau Käßmann eine Aufgabe übernehmen wird, die ihren Fähigkeiten entsprechen wird” (Quelle: NDR Nachrichten).
Welche Talente zeichneten die ehemalige Hannoversche Bischöfin bis jetzt in ihren Leitungsämtern aus? Eine eindeutige Botschaft, Führungswillen und Führungsstärke, eine klare bildreiche Sprache, tiefgründige Lebenserfahrung, mediale Präsenz und Fähigkeit zu publizistischem Schaffen, profundes theologisches und ethisches Fachwissen, Kontaktfreudigkeit und Empathie, besonders aber das Vermögen, dem Volk aufs Maul zu schauen (eine Fähigkeit die Martin Luther lobte). Eine Führungsnatur gewissermaßen. An welche neue Aufgabe hat aber der Landeskirchenamtspräsident Guntau gedacht? Sybillinisch hüllt er sich in Schweigen. Leitungsämter in der ev.-luth. Landeskirche Hannovers sind rar gesät, und das höchste hat sie schon bekleidet. Hier reizt sie sicher nichts mehr. [Weiterlesen...]
Kategorie: Allgemein | Keine Kommentare »
Meinen Glückwunsch, liebe Margot Käßmann
Donnerstag, 29. Oktober 2009Sie sind neue Ratsvorsitzende der EKD, mit beeindruckender Stimmenzahl gewählt. Meine Hochachtung. Dass Sie eine eloquente Vertreterin des deutschen Protestantismus sein werden, ist sicher. Man weiß ja, dass Sie mit Medien und Fernsehen gut umgehen können. Ihre Landeskirche in Hannover (Niedersachsen darf ich ja nicht sagen, da gibt es ja noch einige andere Landeskirchen in Deutschlands Norden) haben Sie gut aufgestellt. Antiquierte Ansichten kann man Ihnen bestimmt nicht nachsagen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Dass Sie eine strikte Haltung zu Gentechnik, Reproduktionsmedizin und Stammzellenforschung haben, ehrt Sie, ja man erwartet es auch in gewisser Weise von Ihnen. Die Menschen in Deutschland (nicht nur in Ihrer Kirche) brauchen ja ethische Standards, an denen sie ihren Alltag und auch die Zukunft ausrichten können. Dass Sie sich für Babyklappen eingesetzt haben und sich auf die Seite von armen Kindern stellten – chapeau! Dass Sie erst nach dem 1. Advent Ihre Dominosteine essen (essen Sie welche? ich wusste es nicht), auch das ist ein Zeichen von lutherischer Standfestigkeit. Nun – in alledem werden Sie dem Bischof Huber aus Berlin eine gute Nachfolgerin sein. Der hat ja den evangelischen Glauben auch prägnant und klar in die Blöcke der Journalisten diktiert.
Kategorie: Allgemein | Keine Kommentare »
EKD-Synode in Ulm: Die Wahl zur Vorsitzenden steuert auf Käßmann zu
Dienstag, 27. Oktober 2009
Konklave?
Ein neues Oberhaupt muss gewählt werden. Die Wahlberechtigten durchschreiten ein schweres Tor. Dann wird hinter ihnen abgeschlossen. Man betet um den Beistand des Heiligen Geistes und schaut sich verstohlen um. Wer wird es wohl werden? Dann beginnt man langsam Fäden zu spinnen, Kandidaten zu sichten und Chancen abzuschätzen. Meistens wird es nicht der Favorit, sondern eher einer, den niemand auf dem Zettel hatte. Unter Umständen dauert es sehr lange, bis eine Mehrheit sich für einen Namen gesammelt hat. Viele Male wird gewählt, und schwarzer Rauch steigt auf, wenn es wieder nicht gereicht hat. Endlich: weißer Qualm aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle – ein neuer Papst ist gewählt. Bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht das Prozedere einer Papstwahl. Und wählen können nur die Kardinäle (wenn sie nicht zu alt sind!). Konklave ist der Name des Wahlverfahrens – vom lateinischen „con claudere“ , das heißt „gemeinsam einschließen“. [Weiterlesen...]
Kategorie: Allgemein | Keine Kommentare »






